Viel los am Bau – Von Estrich und mehr

In letzter Zeit ist so viel los, dass ich gar nicht zum Schreiben komme. Jetzt ist fast schon Endspurt angesagt. Aber hier doch mal wieder ein Update.

Seit dem letzten Eintrag hat sich viel getan.

Die Lüftungsrohre wurden verlegt – wenn wir bei den vielen Rohren nicht immer frische Luft haben, weiß ich auch nicht:

Wir haben uns für eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für Keller bis 1. OG entschieden. In der Dachgeschosswohnung gibt es eine dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Zentral wäre hier zu kompliziert gewesen mit Gerät auf dem Speicher… . Die Rohre oben in den Fotos gehören zur zentralen Lüftung.

Die Leerräume zwischen den Lüftungsrohren (und Rohren für Sanitär und Elektro) wurden mit passend ausgeschnittenen Styroporplatten ausgefüllt:

Und obendrauf kam die Trittschalldämmung:

Und dann die Fußbodenheizung, die uns den Winter versüßen wird:

Fußbodenheizung.jpg
Fußbodenheizung im Wohnzimmer mit 3 getrennten Heizkreisen (der 3. unterhalb des Fotos)

Und dann… ein großer Schritt: Der Estrich.

Estrich OG Raum 1

Noch größer sind die unterschiedlichen Meinungen was die nötige Trocknungsdauer angeht. Auf jeden Fall wurde der Estrich einmal mit der Fußbodenheizung richtig aufgeheizt und trocknet jetzt vor sich hin, bei den Temperaturen (bisher der heißeste und trockenste Sommer seit der Aufzeichnung in Deutschland) gefühlt auch recht schnell. Im Keller war es erstmal ziemlich feucht, weshalb dort jetzt ein großes Gebläse die Luft hoffentlich nach oben und draußen bläst. Die paar wenigen Fenster, die wir im Keller haben, schaffen jedenfalls nicht genug Zug.

Hier war der Estrich noch ziemlich frisch:

Estrich beim Trocknen

Frühestens nach ca. 3 Wochen soll der Estrich trocken sein (die Zeit müsste jetzt fast rum sein). Bevor der Fliesenleger anfängt, wird er die Feuchtigkeit messen. In der Zwischenzeit kommen wir fast täglich, um ein bisschen zusätzlich zu lüften. Schaden kann’s nicht. Nach ein paar Tagen konnte der Estrich allerdings schon begangen werden, so dass seitdem die anderen Handwerker am werkeln sind.

Kurz nachdem der Estrich begehbar war, kam der Küchenbauer zum Einmessen. Bei der Wahl der Küche waren wir ja sehr zeitig dran, leider werden wir beim Einzug aber wohl doch schneller sein als unsere Küche. Die entgültige Bestellung der Küche kann ja erst getätigt werden, wenn das genaue Aufmaß bekannt ist. Wegen Ferienzeit sind die Lieferzeiten bei Nolte aktuell bei ca. 10 Wochen, was eine Lieferung Anfang Oktober bedeuten würde. D.h. wir hätten die Wahl zwischen Diätmachen, essen gehen, minimalistisch Kochen mit portabler Herdplatte oder doch bei den Eltern durchschnorrren. Schaun wir mal.

Leider wurden unsere Nachbarn nicht darauf hingewiesen, dass sich bei den endgültigen Küchenplänen eine Änderung ergeben hatte. Gemerkt haben sie’s noch. Jetzt stehen sie vor der Entscheidung Wasserhahn vor dem Fenster oder Verzicht auf Gewährleistung für eine sehr lange Fuge in der Arbeitsplatte (wenn ich das richtig verstanden habe), die sonst entstehen würde. … Irgendwas ist immer.

Soviel zum Boden. Oben hat sich aber auch was getan. Und zwar wurde die löchrige Dampfsperre vom neuen Trockenbauer korrigiert:

Dampfsperre neu Wohnzimmer DG
Dampfsperre im Wohnzimmer DG noch ohne Verlattung
Dampfsperre neu Wohnzimmer DG 2
Dampfsperre im Wohnzimmer DG jetzt mit Verlattung

 

Darüber kamen dann eine Verkleidung aus Gipsplatten:

Decke DG verkleidet
Verkleidung mit Gipsplatten im Schlafzimmmer DG
Bad DG verkleidet
Verkleidung mit Gipsplatten im Bad DG

Nebenbei wurden noch die Fensterbänke eingebaut. Wir konnten uns zwischen mehreren Varianten entscheiden, zwei davon hell. Die Entscheidung fiel für eine ganz simple (creme-) weiße Variante:

Fensterbank

Fensterbank mit Schutzfolie
Fensterbank noch mit glänzender Schutzfolie

 

Dann wurden in Küche und im Bad die geplanten Deckenbereiche für die Beleuchtung abgehängt:

Abgehängte Decken Küche.jpg

Und die Steckdosen teilweise schon gesetzt:

Steckdosen 1.jpg

Wir haben uns hier für Gira entschieden. Markenprodukte haben den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man sie auch in vielen Jahren noch bekommen kann. Den Aufpreis für unsere Elektro-Bemusterung haben wir noch nicht bekommen. Das wird nochmal interessant. Dazu auch mehr in einem der nächsten Posts.

Ansonsten ist unser Technikraum jetzt so voll mit Technik, dass er sich den Namen wirklich verdient hat. Wärmepumpe, Lüftung, Elektrik. Gerade die Kühlfunktion der Wärmepumpe beschäftigt uns momentan… . Dazu mehr in einem der nächsten Posts.

Bei der aktuellen Hitze hoffe ich, dass die armen Handwerker zumindest für morgen noch was im Keller zu tun haben.

Zu guter letzt gab es dieses Wochenende auch das erste „Straßenfest“ unserer leider noch nicht in den Navis/ Googlemaps verzeichneten Straße mit vielen der zukünftigen Nachbarn. Auf gute Nachbarschaft! 🙂

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Am Netz – Die Hausanschlüsse und Einzugstermin

Wir sind ganz offiziell am Netz! Letzte Woche waren die Hausanschlüsse dran. Am 13. Juni wurde begonnen vor dem Haus aufzugraben. Vier Rohre gehen jetzt also zu jeder Haushälfte. Blau=Wasser, Rot=Strom, Gelb=Gas, Schwarz=Telekommunikation, wie im Bild oben. Leider sind bei unserer Hälfte die Farben ausgegangen. Wenn wir nicht den schnellsten Datenanschluss der ganzen Straße haben, weiß ich auch nicht:

Hausanschlüsse_schwarz

So sieht der Anschluss ans öffentliche Netz aus:

Hausanschlüsse_Graben

Und innen:

Hausanschluss innen mit Gas

Und es gab noch ein Update zum voraussichtlichen Einzugstermin. Erfreulicherweise soll der Einzugstermin für beide Hälften jetzt doch schon Ende August sein. 🙂 Und obwohl wir ein paar Wochen Puffer einrechnen, ist es dann doch jetzt schon an der Zeit die Wohnung zu kündigen. Wow! Langsam wird es wirklich konkret. Das Häuschen sieht mit Außen- und Innenputz aber auch schon viel fertiger aus.

Die nächsten Schritte sind jetzt Lüftung fertig machen, Isolation und Trittschalldämmung fertig verlegen, Fußbodenheizung, Estrich, dann noch Fliesen verlegen, Streichen, Sanitärobjekte einbauen und Türen und Treppenbeläge einbauen. Und natürlich noch einige kleinere Dinge. Und dann… dann… UMZUG ins eigene Häuschen. 🙂

 

Und raus bist du… – Trockenbauer Nummer 2. Und nochmal Putz.

Am Tag nach dem letzten Eintrag ist die Sache mit der löchrigen Dampfsperre gleich mal eskaliert. Mit dem Resultat: Trockenbauer von Fa. Kreß gefeuert. Zum Glück konnten sie gleich einen Ersatz organisieren. Unserem Verständnis nach wird die Dampfsperre an den kritischen Stellen nochmal neu gemacht, bzw. mit einer zweiten Schicht Folie überklebt. Noch ist der neue Trockenbauer in der zweiten Haushälfte zugange und macht einen guten Eindruck, den der Gutachter (der für den vorher nicht zugänglichen oberen Teil des Hauses nochmal gekommen ist) auch bestätigt hat. Hoffen wir also, dass unsere zweite Dampfsperre den Namen auch verdient hat.

Auch der Rohbauer war nochmal vor Ort und hat die restlichen Nägel entfernt, bzw. abgeschliffen und mit Rostschutz eingesprüht. Das allerdings hauptsächlich in der zweiten Haushälfte, in der der Verputzer noch nicht zugange war. Bei uns sind leider einige Nägel unter den Putz gekommen… .

Meine Strategie wenn’s mal wieder einfach zu viel wird: Zum Runterkommen ein bisschen Garten planen. Grün für’s Gemüt. 🙂

Abgesehen davon geht es nun aber gefühlt wieder deutlichen zügiger voran. Bei Außen- und Innenputz, Lüftung, Hausanschlüsse, Trockenbau in der zweiten Hälfte, Bodenisolierung und Trittschalldämmung… Details in späteren Posts.

Hier der aktuelle Look unseres Häuschens:

Und innen (normaler Putz und Zementputz für die Bäder):

Zu den bisherigen Gewerken können wir sagen:

  • Rohbauer Andreas Wolf: Sehr gut, wurde selbst von anderen Rohbauern auf Nachbar-Baustellen gelobt. Nur die Nägel haben noch gefehlt.
  • Zimmerer Firma Holzbau Luft: Sehr gut. Keinerlei Probleme oder Beanstandungen.
  • Elektriker, Firma Elektro Koudele : Professionelle Arbeit, freundlich und gute Beratung. Nur ein neuer Mitarbeiter hat ein paar kleinere Fehler beim Verlegen eingebaut, die aber schnell behoben wurden.
  • Sanitär: Bis jetzt gute Arbeit.
  • Trockenbauer #1: Katastrophe! Viele Fehler – ging gar nicht!… daher jetzt:
  • Trockenbauer #2: Bisher guter Eindruck. Dreimal auf Holz.
  • Verputzer: Der Putz an sich sieht gut aus, aber leider die Nägel auch nach mehrfachen Hinweisen nicht beachtet und Fenster außen nicht gut ausgeschäumt. Beides eigentlich keine Verputzer-Arbeit, allerdings hatte er mehrfach zugesagt, dass er das gegen Aufpreis (für den Generalunternehmer) übernehmen wird.
  • Fenster: So weit gut, Abdichtung nach innen sehr gut, aber nach außen wurde zwischen Rahmen und Mauerwerk nicht ausgeschäumt (Hohlräume können laut Gutachter die Bildung von Kondenswasser begünstigen, was evtl. später zur Schimmelbildung führen kann).
  • Treppenbauer: Einbau bisher soweit OK. Bei Antworten auf Fragen etwas träge.

Im Großen und Ganzen also nicht schlecht, aber die Ausnahmen machen doch einiges an Ärger. Hoffentlich ist mit dem neuen Trockenbauer das Ärgste überstanden. … Nochmal: Dreimal auf Holz!

Nach dem ganzen Baustress der letzten Wochen steht jetzt zumindest größtenteils die Gartenplanung.

 

 

 

Wen interessiert’s?! – Thema: Bau-Gutachter

Manchmal ist das Dasein als Bauherr wirklich schwer zu ertragen… .

Aber bevor ich richtig loslege hier erstmal ein paar Impressionen vom Stand der Dinge:

Und los gehts:

Wenn es um das Haus geht, das wir ein Mal im Leben bauen und dann hoffentlich für den Rest unseres Lebens bewohnen werden, dann soll es auch möglichst baumängelfrei sein. Und da wir keine Experten sind, was das Bauen betrifft, stand für uns von Anfang an fest, dass wir in einen unabhängigen Bausachverständigen investieren. Gesagt, getan. Der Bausachverständige war heute zur dritten Besichtigung auf der Baustelle. Er schreibt jeweils einen Bericht mit Mängelliste und der Bitte, die Mängel zu beheben und per Foto zu dokumentieren, dass es erledigt wurde. Hilft leider nichts, wenn sich keiner der Protagonisten auf der Baustelle für besagte Mängelliste interessiert.

Hier einige der bemängelten Punkte aus dem Schreiben des Gutachters:

  1. Wandabdichtung der Dampfsperre wurde mittels Primurkleber ausgeführt, jedoch
    nicht nach Vorgabe und teils an mehreren Stellen undicht.
  2. Zahlreiche Löcher und Risse in der Dampfsperre abkleben!
  3. Schalungsnägel entfernen und gegen Rost, mittels z.B. Zinkspray behandeln.
  4. Kein VSG (Verbundsicherheitsglas) an DG Treppenhausfenster (ELW) – Absturzgefahr.
  5. Schamwand OG Bad extrem wackelig.
  6. KG Fenster gartenseitig sind beide nicht ordentlich abgedichtet.
  7. Fensterelement, rechts der Haustür sitzt im Erdbereich. (unter späterer GOK)
  8. Fensterabdichtung im DG Schlafen oben rechts mangelhaft. (ELW)
  9. An Außenwänden wurden keine luftdichten Leerdosen eingebaut! (Zugluftgefahr)
  10. Elektroleerrohre haben in EG keinen vorgeschriebenen Abstand zu den Wänden.
  11. Dampfsperre auf der Strangentlüftung abdichten, – nicht auf der Isolierung.
  12. Nach neusten Schallschutzbestimmungen sollen in Haustrennwände Schallschutz
    Leerdosen eingebaut werden – Prüfen und nachweisen.

Der Termin war am 24.05., als vor über zwei Wochen. Kurz darauf hat der Verputzer mit seiner Arbeit außen am Haus angefangen (jetzt fertig bis auf ganz oben, wofür das Gerüst zu klein war… siehe gelber Kreis in Foto oben). Seitdem hängen wir abwechselnd ihm, seinem Bruder und unseren Bauleitern in den Ohren, damit vor Beginn der Arbeiten am Innenputz auch ja die Schalungsnägel entfernt oder abgeschliffen und mit Rostschutzmittel behandelt werden. Wird das nicht gemacht, kommen dann später (wahrscheinlich nach 5 Jahren wenn die Gewährleistungsfrist abgelaufen ist) Rostflecken durch den Putz. Eigentlich wäre das wohl die Aufgabe des Rohbauers gewesen, aber da der das leider nicht erledigt hat, sollte der Verputzer das machen. Heute gingen dann die Arbeiten am Innenputz in unserer Hälfte los. Und was war noch immer NICHT gemacht? Genau… den Nagel auf den Kopf getroffen. Und es interessiert einfach keinen!!! Was können wir tun, damit es endlich jemanden interessiert???!!! Nichts??? Verzweiflung ist zwar verlockend, aber auch keine Lösung.

Nagel in der Wand
Nagel in der Wand

Etwas Positives hat die ganze Sache aber. Diese Situation zeigt mir, dass der ganze Oberstufen-Deutschunterricht nicht völlig umsonst war, denn ich kann jetzt sagen: Die Situation ist absolut kafkaesk.

OK, und jetzt? Jetzt ist der Putz im DG und teilweise im Treppenhaus drauf und keine Chance mehr zu sehen wo die Nägel sind… . Und jetzt? Tja… das ist die Frage. Zu ändern ist das jetzt nicht mehr, also werden wir schauen wie wir uns mit Herrn Kreß einig werden. Jetzt haben wir jedenfalls zum ersten Mal die Beratung beim Bauherrenschutzbund genutzt.

Als kleines Goodie obendrauf wurde auch die undichte „Wandabdichtung“ der Dampfsperre teilweise überputzt. Interessiert auch keinen.

Undichte Dampfsperre vor Putz
Undichte Dampfsperre vor Innenputz
Undichte Dampfsperre
Undichte Dampfsperre nach Innenputz

Das bodentiefe Fenster im Flur im EG sitzt unserer Meinung nach unten im Erdbereich. Der Sachverständige sieht das ebenso. Die anderen leider nicht. Wir sind gespannt wie das Ganze am Ende aussehen wird.

Unter Bodentiefes Fenster
Unter-bodentiefes Fenster ?

So macht das Bauen jedenfalls gerade wirklich keinen Spaß, sondern geht höllisch auf die Nerven und ist teilweise absolut schwer zu ertragen. Wie diese Arbeitsweise der Handwerker:

Hammer in der Wand
Ganze Arbeit!

Immerhin: Punkte 5, 6, 8, 10 und 12 wurden mittlerweile erledigt.

Rush Hour des Lebens – oder – Der Teufel im Detail

Manchmal habe ich das Gefühl, wenn unser Haus ein Mensch wäre, wäre es gerade zwischen 30 und 45 Jahre alt. Voll in der Rush Hour des Lebens. Die Kindheitsjahre sind noch ganz entspannt und sorgenfrei, von kleinen Ausrutschern mit dem Bagger mal abgesehen, die Ausbildung geht auch schnell voran und schon wird mit Hut auf dem Kopf, bzw. Richtbaum auf dem Dach, der Abschluss dieses Lebensabschnitts gefeiert. Und dann – man denkt an nichts böses – ist man plötzlich mitten drin im Chaos. Verpflichtungen aller Art, man soll Karriere machen und Geld verdienen, immer rechtzeitig die Steuererklärung einreichen, Rechnungen zahlen, Partnerschaft pflegen, evtl. Kinder bekommen und Häuser bauen. Und alles zur selben Zeit. Und im ganzen Chaos lässt sich nicht verhindern, dass man das ein oder andere in den Sand setzt.

So oder ähnlich fühlt es sich gerade mit dem Hausbau an. Der Rohbau war entspannt und auch die Zimmererarbeiten gingen zackig und ohne große Bedenken vonstatten. Dann geht es an die Details. Und da steckt ja bekanntlich … . Schon werden wild Löcher für Steckdosen gebohrt wo keine hin sollen, Sanitär-Abflussrohre durch Schlafzimmer oder Arbeitsplatten geplant (und dann wieder umgeplant), Elektroleitungen angebohrt, man schmeißt die Fliesenauswahl zum 3. Mal über den Haufen, macht 5 Angebots-Iterationen durch bis die Sanitärausstattung feststeht, das Treppengeländer vor dem Schlafzimmer wird an die Ränder des zu großen Lochs geschraubt, das erst noch zum Teil wieder zubetoniert werden muss und es werden Kunststoff statt Alu-Rollläden eingebaut. Nebenbei steigen die Zinsraten und die Rechnungen flattern weiter munter ins Haus, bzw. in die Noch-Wohnung, die man noch nicht kündigen kann weil der Einzugstermin noch nicht feststeht/ voraussichtlich nach hinten vom Soll abweichen wird.

Treppengeländer
In Blau: Das wieder zubetonierte Stück. In gelb: Die Halterungen für das Treppengeländer.

Und zu allem Überfluss scheißt uns kurz vor Einbau der Bautüren noch jemand in die noch nicht vorhandene Toilette und Jugendliche feiern im Rohbau Partys. Schön asozial. Nur für den Fall, dass einer der Betroffenen das hier liest: Die Dixi-Klos auf den Baustellen sind übrigens in den allermeisten Fällen NICHT ABGESCHLOSSEN und im Notfall hat wohl kein Bauherr etwas dagegen wenn sie benutzt werden.

Nochmal zur Wiederholung: DAS IST EIN DIXI-KLO!

Dixi Klo
Das ist ein Dixi-Klo

Die Abende und Wochenenden verbringt man u.a. damit die Positionen der Steckdosen und Lichtschalter an die Wand zu zeichnen.

Oder mit Logikrätseln wie: „Du hast ein rechteckiges Bad von 8 qm. In dieses Bad sollen eine Walk-In Dusche, eine Badewanne, ein Waschbecken, eine Toilette und ein Platz für eine Waschmaschine. Die Tür ist an der kurzen unteren Seite des Rechtecks. Rechts an der Wand befindet sich ein Fenster. Das Waschbecken kann nicht unter dem Fenster angebracht werden. Die Toilette kann doch nicht wie geplant an der linken Seite angebracht werden, weil es dann nicht genug Gefälle für das Abwasserrohr gäbe, sondern muss nach rechts. Badewanne und Waschmaschine sind ca. gleich breit und müssen deshalb auf der selben Seite des Raums sein, damit der Platz in der Mitte nicht zu klein wird. Finde eine mögliche Anordnung, in der die Waschmaschine nicht mitten im Raum steht.“

Bad im DG
8qm Raum des Logikrätsels. Hinten schon die Trockenwand für die Walk-In-Dusche.

Um’s kurz zu machen hier die Auflösung unserer zweistündigen Diskussion: Die Toilette muss wie geplant auf der linken Seite des Raums bleiben, eine andere Lösung gibt es nicht! Basta!

Und siehe da: 100 Punkte, 1 mit Sternchen. Das Klo kann doch links bleiben. Dafür wird jetzt eine Vertiefung in die Betondecke gefräst.

Das ist wohl der ganz normale Hausbau-Wahnsinn.

Mal schauen was die Haus-Midlife-Crisis noch an Überraschungen bringt. 😉

 

Richtfest – Dichtfest – Rückblick

Nach längerer Schaffenspause (hauptsächlich bei mir, nicht bei den Handwerkern ;-), geht es hier nun wieder weiter mit Updates zum Verlauf.

Zwischenzeitlich, nämlich schon am 29. März, hatten wir Richtfest. Bei unseren Nachbarn waren Dach drauf und Fenster drin, d.h. es war ein Dichtfest wenn ich das richtig interpretiere. Erst hieß es optimistisch unser Dach würde schon einige Tage vorher fertig werden, aber schlussendlich war es eine Punktlandung. Am Morgen des 29. März glänzte unser Dach noch mit Abwesenheit, am Nachmittag war dann das Gebälk montiert und das Richtbäumchen schon an der höchsten Stelle angebracht.

Rechtzeitig zum Anstoßen wurde auch die Bautreppe fertig, so dass wir bei den Führungen durch’s Haus keinen mehr auf Leitern klettern lassen mussten. Das Geländer bleibt und wird am Ende nur gestrichen und bekommt einen Handlauf. Die Stufen werden am Schluss kurz vor Einzug dann komplett ausgetauscht.

Der Zimmerer sagte zur Eröffnung von oben seinen Segensspruch. Zur Feier der Stunde konnten wir sogar den Baggerfahrer vom Nachbargrundstück dazu bewegen kurz den Motor auszuschalten. Was genau die Worte waren kann ich leider trotzdem nicht mehr rekapitulieren. Jedenfalls ging am Ende das geworfene Glas zu Bruch. D.h. alles wird gut. 🙂 Hoffentlich… .

Da Baubetreuung Kress in unserer Region keinen festen Caterer hat, haben wir die Organisation des Richtfests selbst übernommen und die Rechnung wurde dann von Kress beglichen. Wir hatten Glück und konnten einen guten Freund für das Catering gewinnen, der auch wirklich keinen kulinarischen Wunsch offen gelassen hat.

Es gab zu Essen:

  • Linseneintopf mit Rindfleisch
  • Würstchen
  • Grünen Salat
  • Tomatensalat mit Schafskäse
  • Kartoffelsalat
  • Nudelsalat
  • Zwei Sorten belegte Brötchen
  • und dann noch 4 verschiedene Kuchen, größtenteils gespendet von meiner Mutter

An Getränken:

  • 2 Kisten Bier
  • Wasser
  • Mehrere Flashen Sekt (mit und ohne Alkohol)
  • Ein paar Flaschen Softdrinks
  • Orangensaft, Apfelsaft
  • Kaffee
  • Tee
  • Milch

Die blanken Bierzeltgarnituren (4 Tische mit Bänken zum Sitzen + 2 Tische für’s Buffet)  waren eine top Gelegenheit die Reste unserer Hochzeitsdeko sinnbringend einzusetzen. Außerdem hatten wir weiße Papiertischdecken von der Rolle, Teelichter, ein paar Gänseblümchen als Tischdeko, außerdem so kurz vor Ostern noch Schokoeier und Schoko-Osterhasen als essbare Deko.

Was hatten wir sonst noch dabei (als Anregung für alle, die noch ein Richtfest planen):

  • Zwei kleine Heizlüfter damit man sich bei maximal 15°C nicht allzu schnell den Hintern abfriert (leider war irgendwann der Strom weg…)
  • Alufolie zum Einpacken von Resten
  • Herdplatte zum Warmhalten des Eintopfs/ der Würstchen
  • Streichhölzer
  • Wasserkocher
  • Extra Klopapier, ein paar flaschen Leitungswasser + Seife zum Händewaschen
  • Müllsäcke
  • Kaffeemaschine für Nachschub
  • Plastikbesteck, Einwegteller, Einwegschälchen, Plastikbecher, Plastik-Sektflöten
  • Servietten
  • Tortenheber, Salatbesteck, Würstchenzange…

Es war eine tolle Feier und wir haben trotz der Kälte von 15:00 Uhr bis 20 Uhr durchgehalten (Skihose sei Dank). Am Ende haben es unsere 45-50 Gäste inkl. Handwerker aber nicht annähernd geschafft das Buffet leer zu machen – außer den Sekt. 😉

 

Die letzten Steine liegen (fast)

Betonmischer statt GrillDer Winter ist vorbei und bei uns nähern sich auch die Maurerarbeiten dem Ende. Die Steine sind fast aufgebraucht und wir konnten vor kurzem den ersten Blick von unserer Dachterrasse genießen. Herrlich! Aktuell steht da oben (im Treppenhaus) noch ein Betonmischer statt ein Grill, aber es geht schon in die richtige Richtung.

Hier die zukünftige Dachterrasse:

 

Provisorische Treppe ins OG (später andere Richtung): Weiterlesen „Die letzten Steine liegen (fast)“